Nationale Belange 1931 GE

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el Germana Esperantisto No 8/9 1931 p. 128

Nationale Belange und Esperanto[redakti]

Gewisse politische Kreise sehen in dem Gedanken der Einführung einer Welthilfssprache eine große Gefahr für das Deutschtum, erblicken im E ein jüdisch-marxistisches Hilfsmittel usw. usw. Aus dieser Einstellung heraus, die wohI ausschließlich gefühlsmaßig ist und auf Mangel an näherer Kenntnis des Tatsachlichen unserer Bewegung beruht, kommen von Zeit zu Zeit Zeitungsangriffe, wie z. B. unlängst durch einen mit „Esperanto-Pleite" überschriebenen Aufsatz, in dem u. a. der Aufruf, das Deutsche E-Institut zu unterstützen, mit Genugtuung dahin gedeutet wird, daB dieses aus Mangel an Mittein und damit auch die ganze E-Sache „Pleite machen" wird.

(Ein Grund mehr, den Aufruf auoh weiterhin ernstlich zu beachten. Die Schriftleitung)

Es dürfte das Richtigste sein, nicht durch Gegenaufsätze in Zeitungen anderer Richtung zu antworten, sondern durch briefliche oder persönliche Fühlungnahme — wie bei dem erwähnten Aufsatz durch einen dem betreffenden Blatt nicht fernstehenden samideano bereits geschehen — über unsere Bewegung in sachlicher Form aufzuklären, insbesondere auch über die Bedeutung des E für die Wahrnehmung nationaler Belange und die in diesem Sinne bereits unternommenen Schritte und die dadurch erreichten Erfolge. Gegebenenfalls wird die Schriftleitung mit Rat und Material für ein solches Vorgehen gern zn Diensten stehen.

(Wir empfehlen, die Werbeblätter „Sprachwissenschaft und Welthilfssprache" von Dr. Th. Steche und „Lücken und Brücken von Volk zu Volk" vom D. E. B.-Vorsitzenden, auszuwerten. Die Schriftleitung.) B. V.